Wie du als Unternehmer
trotz Mitgefühl taff handeln kannst

Ich kenne eine Menge Unternehmer, die sagen, Mitgefühl wär nix für sie. Sie wären ja schließlich keine Weichflöter und Lullibulli-Typen, die alles in ein rosa Mäntelchen packen. Und andere wiederum fühlen sich schlecht, wenn sie manchmal harte Entscheidungen treffen und diese auch durchsetzen müssen.

Mitgefühl hat Power 

Stell dir mal vor, du siehst, wie dein Kind gerade im Begriff ist, eine gefährliche Dummheit zu begehen. Was tust du? Du fährst dazwischen und stoppst es, stimmt’s? Und warum? Weil dir dein Kind am Herzen liegt und weil du auch keine Zeit verlieren kannst mit langen Erklärungen. Die können ja später folgen. Du willst, dass es in Sicherheit ist und es ihm gut geht. Und dafür ist genau in diesem Moment diese harte Grenze notwendig. Du weißt das, aber dein Kind in dem Moment wahrscheinlich nicht.

Vielleicht kannst du dich noch an deine Schulzeit erinnern: Ein strenger Lehrer war ein guter Lehrer, solange du spüren konntest, dass er es gut mit dir meinte. Du wusstest, wo es langgehen sollte und kanntest die Grenzen. So konntest du dich auf das konzentrieren, was wichtig war und unwichtigen Kram beiseite lassen.

Woran erkennst du Mitgefühl

Entscheidend ist die Motivation, aus der heraus du etwas tust. Wenn dein Handeln aus einer akuten nicht kontrollierbaren Emotion wie z. B. Wut entsteht, dann kann es sein, dass dein Mitgefühl dir gerade abhanden gekommen ist.

Wenn du andere durch dein Handeln schützen und sie weiterbringen willst, dann tust du das aus Mitgefühl. Auch wenn’s knallhart rauskommt.

Stell dir vor, dein Mitarbeiter hat gerade einen riesen Bockmist gebaut. Du kannst dich über seinen Bockmist ärgern und ihn anschreien. Du kannst ihm aber auch mit Schmackes deutlich klarmachen, dass das ein Fehler war, den er dringend ändern muss, damit du ihn behalten kannst. Vielleicht ist deine Ausdrucksweise beide male knackig, aber die Motivation dahinter ist jeweils eine völlig andere.

Handlungen aus Mitgefühl heraus sind in der Wirkung tiefer. Der andere spürt, dass du es im Grunde gut mit ihm meinst.

Niemand kann immer Glacehandschühchen anziehen. Manchmal braucht es auch einen Hammer, um etwas Nachdruck zu verleihen.

Mitgefühl ist nicht Mitleid

Mitgefühl hat wirklich nichts mit Mitleid zu tun. Wenn du denkst, du müsstest jemanden bedauern, dann hast du eher Mitleid. Den Unterschied zwischen Mitleid und Mitgefühl solltest du unbedingt kennen. Viele Leute verwechseln das.

Wie kannst du herausfinden, ob du mitfühlend handelst

  1. Wenn du aus Mitgefühl Schwung geholt hast, dann kannst du deinen Schwung auch sofort wieder stoppen, sobald du merkst, dass dein Schwung gerade falsch ankommt. Wenn du aber aus Wut handelst, steckst du in deinen Gefühlen fest und kannst nicht so schnell umschwenken.
  2. Wenn du beobachten kannst, welche Wirkung du mit deinem Verhalten erzeugst, dann hast du schon Mitgefühl. Du kannst dich anpassen je nachdem, welche Wirkung du erzeugen möchtest. Das ist übrigens emotionales Management.
  3. Wenn du  mitbekommst, dass jemand negative Dinge tut, und du ihm eins vor den Latz haust, dann ist das aus Mitgefühl. Denn alles, was jemand tut, erzeugt ein Echo in der Welt. Negatives erzeugt ein negatives Echo. Wenn du jemand stoppst, dann, weil dir sein Wohl am Herzen liegt.

Mitfühlend handeln bedeutet immer, das Wohl des anderen im Blick zu behalten. Und zwar ohne dass du dich selber aufgibst oder aufopferst.

Weitere Artikel zum Thema: „Warum Mitgefühl hilfreich ist, Mitleid aber nicht“

Hanne Demel


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