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3 Ebenen, die du abklopfen solltest
wenn du ethische Entscheidungen treffen willst

Für ethische Entscheidungen ist es wichtig, dass du mindestens diese drei Ebenen abklopfst:

1. Die Ebene der Emotionen

Aus einer starken negativen Emotionen heraus kannst du ethische Entscheidungen nicht besonders gut treffen. In den seltensten Fällen hast du dabei eine wirklich gute Handlungsgrundlage. Denn Emotionen machen unklar. Das eigene Handeln ist dann in der Regel darauf ausgerichtet, einer unangenehmen Situation zu entkommen.

Etwas, das sich negativ anfühlt, soll sich verändern, und zwar pronto! Das ist verständlich. Doch es gibt Situationen, da könnte es nützlich sein, ein unangenehmes Gefühl ein bisschen länger „auszuhalten“. Die Dinge hätten dann etwas mehr Zeit, sich zum Positiven zu wenden. Emotionen könnten sich beruhigen. Am Ende wäre die Entscheidung dann klarer, weil sie aus größerer Gelassenheit getroffen werden kann.

Ein Beispiel:

Eine Kundin von mir ist Betreuerin. Sie wurde kürzlich bei einem Gespräch mit einem Heimleiter sehr unwirsch von ihm unterbrochen und dann sogar rausgeworfen, weil sie ihm nicht zustimmen wollte. Sie hätte am liebsten Zeter und Mordio geschrien ob dieser Frechheit. Doch sie wartete, bis ihr Ärger wieder abgeflaut war. Dann konnte sie in aller Ruhe die offiziellen Stellen einschalten und um Unterstützung bitten. Das hatte letztendlich eine sehr viel größere Wirkung als wenn sie der Emotion direkt nachgegeben und den Heimleiter – hm – geschlagen hätte.

Prüfe also immer deine Emotionen, bevor du versuchst, ethische Entscheidungen zu treffen. Entscheide erst, wenn diese im „Mittelmaß“ angekommen sind.

2. Die Ebene der Anhaftungen

Du willst etwas uuuunbedingt haben. Es brennt dir unter den Nägeln… Je schneller du solch einem Gefühl nachgibst, umso leichter passiert es, dass du dein Handeln später bereust. Auch damit triffst du meist keine besonders ethischen Entscheidungen. Ich kenne das gut. Z. B. beim Schuhe kaufen. Oder eben auch nicht kaufen und sie stattdessen stehen lassen. Damit mein Schuhschrank im Größenverhältnis auch weiterhin zur Anzahl meiner Schuhe passt… 😉

Anhaftung und Gier gibt es aber auch in „versteckten“ Varianten. Du kannst z. B. gierig sein nach Kontakt, nach Ruhe, nach Alleinsein, nach angenehmen Gefühlen… Gier bedeutet lediglich, dass du an etwas anhaftest und dir deshalb nicht mehr in Ruhe überlegen kannst, ob du das jetzt wirklich brauchst.

Prüfe also immer den Grad deiner Anhaftung, bevor du versuchst ethische Entscheidungen zu treffen. Entscheide erst, wenn du dir auch vorstellen kannst, etwas nicht zu bekommen und du dabei keine Gefühlswallung mehr bekommst.

3. Die Ebene des Mitgefühls

Entscheidungen, die aus Mitgefühl heraus getroffen sind – das wage ich jetzt mal zu behaupten – sind die besten und ethischsten Entscheidungen. Wenn du Mitgefühl hast, schaust du auf andere gleichermaßen wie auf dich selbst. Du unterscheidest nicht zwischen dir und anderen, zwischen besser und schlechter, zwischen mehr oder weniger Wert. Du findest das heraus, was die bestmögliche Variante ist. Du handelst, ohne dich in den Vordergrund zu stellen. Und ohne dich komplett zu vergessen. Du bist Teil des Ganzen, so wie jeder andere auch.

Selbst eine unangenehme Situation lässt sich auf der Basis von Mitgefühl viel leichter aushalten. Vor allem, wenn du weißt, dass dein Aushalten jemandem oder etwas dient und eine gute langfristige Wirkung erzeugt.

Prüfe also immer den Status deines Mitgefühls und deines Verständnisses für andere, bevor du versuchst ethische Entscheidungen zu treffen. Entscheide erst dann, wenn du Liebe und Mitgefühl in dir aktiviert hast.

In diesem Sinne wünsche ich dir, all deine Entscheidungen auf einer guten ethischen Grundlage treffen zu können. Wenn du dich trotzdem nicht entscheiden kannst, komm zu mir. Ich habe sehr effektive Methoden, um dich bei deinen Entscheidungen zu unterstützen.

Telefon: 0931 – 2 90 71

Deine Hanne Demel

Dieser Artikel ist auch hier im XING-Magazin erschienen.

Hier kannst du noch ein bisschen mehr zum Thema gute Entscheidungen lesen…

Und was hast du noch für Ideen, was man beachten sollte, um gute Entscheidungen treffen zu können?

Hinterlasse gern einen Kommentar.


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