Schlechte Laune: Warum du deine Gefühle steuern solltest

Foto: Armin Kümmert

Er machte ein so griesgrämiges Gesicht, dass ich sofort richtig schlechte Laune bekam. Ich verlor auch gleich die Lust an meiner Arbeit. Das ist fürs Unternehmen aber kontraproduktiv.

Als ich dann weiter drüber nachdachte, erinnerte ich mich, dass ich auch schon vor dieser Begegnung etwas schlechte Laune gehabt hatte. Und dann erinnerte ich mich, dass ich an diesem Tag bereits mehreren äußerst griesgrämigen Leuten begegnet war.

Mir kam das Buch von Paul Ekman: „Gefühle lesen“ in den Sinn. Ich hatte es vor kurzem gelesen. Also fragte ich mich, was zuerst da war. Meine schlechte Laune oder die griesgrämigen Gesichter um mich herum.

Gefühle steuern ist wichtig wegen dem Negativ-Effekt

Kennst du diesen Effekt? Deine eigenen Emotionen sind entscheidend für die Bewertung deiner Umwelt. Sie dienen quasi als Teppich, auf dem du deine Wahrnehmung ausbreitest. Und nicht nur das. Dieser Teppich ist die Basis für deine Urteile über andere. Du fällst sie in der Regel so, dass sie deine eigenen Emotionen bestätigen und bestärken. Du lieferst dir damit selbst den Anlass und die Rechtfertigung für deine eigene Gefühlslage.

In der Regel überschattet ein aktuelles Gefühl alle anderen Gefühlsfacetten. Du empfindest kaum mehr andere Gefühle. Deshalb wird auch deine Wahrnehmung davon eingetrübt. Ein Beispiel: Wenn du schlechte Laune hast, triffst du kaum Leute, die gute Laune haben. Und wenn doch, dann empfindest du sie eher albern, überzogen oder unecht. Als wenn es nicht sein könnte, dass andere gut drauf sind.

Unterstellungen sind inbegriffen

Dabei bewertest du auch „neutrale“ Inhalte nach deiner Gefühlslage. Zum Beispiel sagt jemand zu dir: „Das muss fertig werden!“ Wenn du dich gestresst fühlst, hörst du darin sofort einen Vorwurf an dich. Wenn du dich unsicher fühlst, hörst du eine Abwertung. Wenn du dich fröhlich fühlst, hörst du eine Aufforderung. Und so weiter.

Das bedeutet, du kannst dir nie hundertprozentig sicher sein, wie jemand etwas meint. Und deshalb brauchst du auch nie darauf bestehen, Recht zu haben. Denn:

  • Deine Gefühle sind deine Bewertungen.
  • Deine Bewertungen sind deine Wahrnehmung und dein Denken.
  • Deine Wahrnehmung und dein Denken bestimmen dein Verhalten.
  • Dein Verhalten ist dein „Karma“ und letztendlich dein Schicksal.

Das eigene „Karma“ verändern und Gefühle steuern

In der buddhistischen Ethik sprich man davon „Karma aufzulösen“. Was heißt das eigentlich? Es bedeutet, deine Gewohnheiten im Denken und Fühlen zu verändern. Und zwar mit folgenden Schritten:

  • Räume immer ein, dass du auch falsch liegen könntest in deiner Interpretation.
  • Prüfe deine eigene Gefühlslage immer wieder, bis es zur Gewohnheit geworden ist.
  • Probiere aus, bewusst umzuinterpretieren und erweitere deinen Rahmen somit Stück für Stück.
  • Suche dir aktiv täglich etwas, das dich in gute Stimmung versetzt.
  • Sprich freundlich mit dir selbst.

Bewusstsein ist die Basis für Veränderungen in deinem Leben. Du hast es immer selbst in der Hand, wohin du dich entwickelst. Wie sich dein Unternehmen entwickelt. Wie deine Mitarbeiter „sich fühlen“. Und vieles mehr.

Bleib dran und freu dich deines Lebens. Das wünsch ich dir von Herzen.

Deine Hanne Demel

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