Warum Eigenreflexion
wichtig für einen guten Coach ist

Die wichtigste Grundlage für deine Coachingarbeit ist deine Eigenreflexion. Es ist im Coaching extrem wichtig, dass du dir deiner eigenen wunden Punkte bewusst bist.

Jeder Mensch hat wunde Punkte, das ist völlig normal. Doch wenn ein Thema im Coaching auftaucht, das einen solchen Punkt berührt, kann das deine Klarheit ganz enorm vernebeln. Emotionale Reaktionen werden in deinem limbischen System angetriggert ohne dass du es merkst. Das schränkt deine Sichtweise und deinen Handlungsspielraum ein.

Ein krasses Beispiel von einem Therapeuten, der ganz offensichtlich keine Eigenreflexion betrieben hat

Ein Coaching-Kunde erzählte mir vor einer Weile, dass ein Therapeut, bei dem er eine zeitlang Stunden genommen hatte, ihm folgendes geraten hatte. Er sollte fremdgehen, um „seine Beziehungsprobleme in den Griff zu bekommen“. Solche Blüten kann das treiben, wenn man ohne Eigenreflexion eigene Probleme und heimliche Sehnsüchte auf den Coachee projiziert.

Du solltest dich bei Themen, die dich besonders berühren, auch besonders zurücknehmen und vorsichtig sein. Und du solltest immer deine eigene Persönlichkeit erforschen. Wie tickst du? Welche Werte verfolgst du? Was ist dir wichtig? Was findest du moralisch verwerflich?

Wie nimmt man sich als Coach im Coaching zurück

Nimm das systemische Modell der Persönlichkeit. Du bestehst nicht aus einem einzigen Klotz, sondern aus vielen verschiedenen Facetten und Persönlichkeitsanteilen. Jeder Anteil hat andere Fähigkeiten und Wünsche. So ist das bei jedem Menschen. Auch bei deinem Coachee.

Wenn du diese Anteile reflektierst, kannst du bewusst mit ihnen umgehen. Du kannst solche Anteile lenken, neu sortieren, unterschiedlich ansprechen und gewichten. So arbeitest du ja auch mit deinen Kunden, wenn du systemisch arbeitest.

Nutze dieses Modell auch für dich selbst! Stell dir vor, die Seite in dir, die gerade emotional angetriggert wird, stellst du nun für die Dauer des Coachings in den Hintergrund. Versprich „ihr“, dass du dich ihr nach dem Coaching wieder zuwendest. Dich um sie „kümmerst“. Das verschafft dir inneren Raum, in dem du deine Worte und Reaktionen überdenken kannst.

Eigenreflexion hilft dir dich selber kennenzulernen

Du beobachtest dich selbst. Welche Themen wühlen dich emotional auf? Welche lösen Angst aus? Versetzen dich in Unruhe? Machen dich wütend?

Eigenreflexion ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Deshalb gibt es Supervision. Damit du dich und deine Arbeit reflektieren kannst. Damit deine Arbeit mit Menschen klar wird.

Ohne Eigenreflexion kannst du mit deinem Coachee nur solche Themen bearbeiten, bei denen du keinen Eigenanteil und keine eigenen Erfahrungen gemacht hast. Das macht das Coaching aber flach, denn dann fehlt auch dein tiefes Einfühlen in dein Gegenüber und dein Mitgefühl.

Hanne Demel

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