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Warum du manchmal
wütend wirst statt mitzufühlen

Wenn wütende Gefühle dein Mitgefühl vertreiben

Vor einer Weile habe ich mit Kurt, einem Abteilungsleiter in einem größeren mittelständischen Unternehmen, gearbeitet. Eine seiner Mitarbeiterinnen ging ihm so richtig auf den Keks. Er fand ihr Verhalten extrem zickig und unkollegial. Das machte ihn wütend. Das tägliche Zusammentreffen mit ihr verursachte Kurt deshalb zunehmend Bauchschmerzen.

Nun war Kurt aber ein sehr ethisch orientierter Mensch, der Werte wie Mitgefühl und Hilfsbereitschaft sehr hoch ansiedelte. Er hatte außerdem den Wunsch, alle seine Mitarbeiter gleich zu behandeln. Aber mit jedem Tag hatte er mehr Mühe, Ruhe zu bewahren. Sein Zorn puffte ihm schließlich wütend und fauchend aus allen Poren.

Kennst du so eine Situation vielleicht auch? Ein Mensch löst in dir wütende Gefühle aus, und du weißt gar nicht, warum. Du fragst dich: Mitgefühl? Was ist das?

Weißt du, woran das liegen kann?

Wütend zu sein überdeckt deinen Wunsch helfen zu wollen

Bei vielen Menschen ist der Wunsch, zu helfen, ein unbewusster innerer Zwang. Er bedient nämlich ein Überlebensmuster aus der Kindheit.

Es bildet sich, wenn Kinder auf die eine oder andere Weise auf ihre Eltern „achtgeben“. Zum Beispiel, wenn sie die Eltern unklar, schwach oder belastet erleben. Sie versuchen dann, ihre Eltern zu unterstützen und ihnen über ihre altersgemäßen Fähigkeiten hinaus zu helfen.

„Ich MUSS helfen!“

Dieses Muster springt an, sobald jemand auftaucht, der hilfsbedürftig ist. So auch bei Kurt. Die Mitarbeiterin war oft hilflos und deshalb aggressiv. Kurt fühlte sich irgendwie zuständig. Doch er konnte diese Mitarbeiterin nicht zu einem besseren Umgang mit anderen bewegen. Dadurch wuchsen seine eigene Hilflosigkeit und sein Frust.

Wütend zu sein ist leichter zu ertragen

Kurt schützte sich vor seinem eigenen Gefühl von Hilflosigkeit, indem er wütend wurde. Sein Mitgefühl schickte er damit aber in die Wüste.

Die Wut half ihm nämlich, innerlich mehr Abstand zu halten. Auch wenn’s noch nicht der Weisheit letzter Schluss war, ging’s ihm damit irgendwie besser.

Wie kannst du solche Verhaltensmuster ändern

Als wir im Coaching seine tieferliegenden persönlichen Erfahrungen einbezogen, wurde Kurt klar, dass er innerlich zu wenig Abstand zu seiner Mitarbeiterin hatte. Ihre zickige Hilflosigkeit hatte in ihm eine unbewusste Nähe erzeugt. Der früh gelernte Zwang, helfen zu müssen, war unbemerkt in den Vordergrund getreten.

Ab da fiel es ihm leichter, innerlich mehr Abstand zu halten. Er konnte mit dieser Mitarbeiterin nun leichter umgehen, denn er sprang nicht mehr unbewusst auf ihr Verhalten an. Das erleichterte ihn sehr. Und wie von selbst entstand in ihm auch ein sehr klares und reines Mitgefühl für diese Frau. Was Kurt ziemlich überraschte.

Probier doch mal aus

Härte und Wut sind immer ein Selbstschutz. Nach dem Motto „besser wütend als hilflos“.

Wenn du also nächstes Mal wütend auf jemand bist, prüf doch mal, wie nah du dich innerlich fühlst.

Wenn da sehr wenig Distanz ist, erlaube dir, innerlich mehr Abstand zu nehmen.

Lass die Verantwortung für die Auswirkungen seines Verhaltens bewusst beim anderen.

Wie fühlst du dich jetzt? Wie hat das gewirkt?

Schreibst du’s hier in den Kommentar?

Selbstreflexion

Sie ist das mächtigste Tool für deine eigene Entwicklung.

Es gibt viele verschiedene tiefliegende Ursachen für Wut und andere Gefühle.

In einem Coaching kommst du schneller an diese Ursachen heran. Das hilft dir, schneller und einfacher etwas in deinem Gefühlsleben und in deinem Verhalten zu verändern.

Deshalb melde dich, wenn du irgendwo steckst und nicht weiterkommst.

Ruf einfach an: 0931 – 2 90 71

Hanne Demel


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